Hallo Fotografie!

Immer, wenn man etwas macht, hat man irgendwann irgendwo angefangen. Egal, ob Hobby, Beruf oder Berufung, alles begann irgendwann einmal.

Ich möchte euch heute erzählen, wie ich zur Fotografie kam, wie mein Weg war – und das dieser Weg noch lange nicht zu Ende ist.

Die Dunkelkammer und ich

Fotos waren damals teuer, fast ein Luxusgut. Ebenso wie Kameras. Meine Familie hatte 2: Eine Polaroid-Kamera und eine, in der sich die Filmrolle einlegen ließ.

Ich liebte die Polaroid-Kamera. Dieses auf Knopfdruck sofort das fertige Bild in den Händen halten fand ich großartig. Ich habe noch die Stimme meines Vaters im Kopf, wie er mich ermahnt: „Nicht mehr als 3 Fotos!“

Aber auch die Analoge fand ich toll. Wie groß die Überraschung immer war, wenn ich die Rolle zum Entwickeln ins Fotofachgeschäft brachte und eine Woche später meine Bilder abholte! Das war wirklich aufregend.

Meine Leidenschaft machte auch vor der Schule nicht Halt. Irgendwann gab es bei uns auf dem Gymnasium eine Projektwoche zum Thema: „Fotos machen und selber entwickeln“. Endlich! Es ging in die Dunkelkammer!

Es war die beste Schulwoche in meinem ganzen Leben, ohne zu übertreiben. Danach war ich fest entschlossen: Irgendwann würde ich meine eigene Dunkelkammer haben! Ich experimentierte bei der Entwicklung, gab nachträglich Kaffee über die Fotos, und, und, und. Es war ein Riesenspaß, das war meine Welt.

Entschuldigung? Darf ich mal deine Füße fotografieren?

Bevor ihr jetzt etwas Falsches denkt: Ich hatte und habe KEINEN Fuß-Fetisch. Aber ich überlegte mir damals kleine Fotoprojekte. Eines davon war naheliegend, aber doch ziemlich cool: Ich beschloss, Füße (allerdings in Schuhen!) zu fotografieren.

Damit verletzt man (meistens) nicht die Privatsphäre, ja, man konnte es sogar heimlich tun. :-) Irgendwann hatte ich eine ordentliche Anzahl Schuh-Fotos zusammen und war sehr zufrieden mit mir. ;-)

Meine erste Kamera: Die Nikon CoolPix

Irgendwann kam die Zeit der Digitalkameras. Meine Familie war nie die Schnellste, was die technische Entwicklung anging, und so dauerte es bei mir deutlich länger als bei anderen, bis ich sowas Digitales in der Hand hielt. Mit 3-fach Zoom! Mein Papa war stolz wie Oskar und Töchterchen durfte ab und zu mal fotografieren. Aber ja nichts verstellen!

Später hatte ich meine eigene Digitalkamera. Aber so richtig konnte ich mich damit nicht anfreunden. Der Bildschirm war zu klein, ich sah überhaupt nicht, was ich da tat. Bildgestaltung? Korrekte Belichtung? Nee. Automatikmodus an und los.

Dann kam das IPhone. Damit machte ich schon deutlich lieber Fotos - und ich zeigte sie gerne der Welt. Fotos vom Essen, vor allem aber Fotos von Moe, meinem Hund.

Instagram war das DING! Ich liebte es. Ich bekam plötzlich Feedback zu meinen Bildern, sah aber auch andere Fotografen. Es war die Plattform für Inspiration.

Canon? Nikon? IPhone?

2013 hatte ich etwas Geld gespart und beschloss, mir eine Spiegelreflex zu kaufen. „Die macht gute Fotos!“ - Ja, Pustekuchen. Schöner Gedanke, aber: Wenn man die Kamera nicht bedienen kann, dann machen auch 400 € und  24 Megapixel kein gutes Bild. Das musste ich schmerzhaft mit meiner Canon erfahren.

Außerdem verstand ich dieses Ding nicht! Es lag nicht vernünftig in meinen kleinen Händen, der Automatikmodus machte aus Moes Kopf und wunderschönen Augen einfach nur schwarzen Brei. Und: Es war zu schwer. Eigentlich wollte ich das Ding nicht mitnehmen, denn gute Fotos kamen am Ende ja sowieso nicht dabei heraus.

Ich verkaufte die Canon nach 2 Monaten wieder und beschloss, nur mit dem IPhone zu fotografieren. Da war die Qualität etwas besser geworden und außerdem beschäftigte ich mich mehr mit der Bildbearbeitung - ein Thema, das mir mindestens genauso gefiel wie die Fotografie.

Ihr könnt euch denken, wie die Geschichte ausging: Irgendwann reichte mir das alles nicht aus. Ich wollte der Fotografie nochmal eine richtige Chance geben und damit auch der Spiegelreflex-Kamera. Aber: Dieses Mal mit Vorbereitung! (Und ohne Canon. ;-) ).

Es wurde die Nikon D3300, eine Einsteigerkamera. Wir waren Freunde, vom ersten Tag an. Denn plötzlich wusste ich, was ich da tat und wie ich es tun musste. Es war ein Fest. :-)

Mittlerweile bin ich aus der Nikon heraus gewachsen. Ich spare auf eine neue Kamera, denn Vollformat soll es als Nächstes schon sein. Vielleicht ist es im Sommer endlich soweit - damit ich für die neue Saison gut gerüstet bin!

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