Vorbilder in der Fotografie

Eigentlich bin ich für das sogenannte „Fan-Sein“ gar nicht geeignet. Noch nie. Während es Menschen geben mag, die in ihrer frühesten Jugend irgendwelche Bands oder Schauspieler verehrt haben, war das bei mir nicht wirklich so. Sicher - ich hatte Poster an meinen Wänden. Filmplakate, ein, zwei Poster aus der Bravo. Irgendwann einmal hing auch Brian Molko von Placebo über meinem Bett (weil ich seine Stimme sehr attraktiv finde).

Aber dieses richtige Fan-Sein mit immer wissen, was gerade über den Star in einer Zeitschrift steht oder in diesem Internet? Nee. So war ich nicht. Es war mir nicht wichtig genug. Mich interessierte, was diese Menschen als Künstler machten. Wie die neue Platte war, der neue Film, das Konzert.

Alles andere war mir total egal. Aus diesem Grund ging meine Leidenschaft und mein Respekt für Placebo auch in dem Moment unter, als Brian Molko bei einem Konzert total unter Drogen auf die Bühne kam, einen miserablen Auftritt hinlegte und dann nicht mal mehr für eine Zugabe erschien. Um es kurz zu machen: Ein Fan war ich nie.

Trotzdem hatte ich immer Vorbilder. Menschen, die mich inspirieren, denen ich gerne folge und die mir sympathisch sind. So auch in der Fotografie. Ein paar möchte ich euch heute vorstellen und euch erzählen, was genau ich so toll und bewundernswert an ihnen finde.

Herz gewinnt: Lizbeth Hundefotografie

Lizbeth Hundefotografie entdeckte ich noch einige Zeit bevor ich selber Shootings anbot. Julias Fotos berührten mich, vor allem auch ihre Texte. Als erste Fotografin bot sie „Regenbogenhunde-Shootings“ an, kostenlose Shootings für Hunde, denen nicht mehr viel Zeit mit ihren Menschen bleibt.

Sie schafft es, mit ihren Fotos direkt ins Herz zu treffen, dabei sind die Bilder ganz klar, unverfälscht und natürlich. Der Hund ist so, wie er ist und Julia schafft es, das Innerste eines jeden Hundes zu zeigen.

Bei Facebook ist Julia relativ aktiv und es macht Spaß und Freude, ihr zu folgen. Falls ihr sie noch nicht kennt, schaut euch auch unbedingt ihre Regenbogenhunde-Seite an.

Julia ist für mich vor allem menschlich ein großes Vorbild, da sie wahnsinnig sympathisch, empathisch und lieb wirkt, niemals herablassend kommentiert und ihre große Liebe, auch zu ihren Hunden, immer spürbar macht.

Märchenhaft schön: Janis Jean Stoye

Janis verfolge ich nun auch schon eine längere Zeit. Damals haben mich ihre Hundefotos bereits sehr angesprochen, ihre Bearbeitung fand ich großartig, die warmen Farben, die Schärfe.

Mittlerweile ist sie viel im Bereich Pferdefotografie unterwegs und ist dort auch sehr engagiert. Weiterhin kann man Janis auf Workshops treffen oder ein Coaching bei ihr buchen.

Janis habe ich entdeckt, da ich nach Tierfotografen sowohl in meiner alten Heimat Niedersachsen (ich komme ursprünglich aus Gifhorn) als auch hier in Schleswig-Holstein gesucht habe. Begeistert hat mich Janis, da sie nicht einfach nur schöne Fotos macht, sondern damit eine Geschichte erzählt: Die Menschen und ihre Tiere werden eine Einheit, die Fotos wirken nicht gestellt und die Farben sind märchenhaft schön.

Bei Facebook findet ihr Janis hier und irgendwann werde ich mich sicherlich mal für einen Workshop in meiner Nähe anmelden.

Knackscharf und bunt: Natalie Große

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich Natalie Große - auch bekannt als Purrpaws Fotografie - aus Berlin entdeckte. Natalie macht so grandios farbenfrohe Bilder, das der Blick einfach hängen bleibt. Dazu sind ihre Bilder auch noch knackscharf und wunder-, wunderschön. Ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich ihre Arbeiten sehe.

Natalie ist auch menschlich wahnsinnig lieb und beantwortet alle Fragen, sei es per Mail, Instagram oder Facebook. Dank ihr weiß ich nun, in welche Richtung mein Equipment aufgestockt werden muss und sie gehört definitiv zu den Menschen, die ich unbedingt gerne mal persönlich kennen lernen würde.

Übrigens zeigt auch Natalie ihre Werke gerne bei Facebook, hier könnt ihr sie verfolgen. Schaut euch unbedingt die Studiofotos der Welpen an - die sind zuckersüß! :-)

Von den Vorbildern zur Inspiration

Selbstverständlich sind es nicht nur einzelne Fotografen, von denen ich mich inspirieren lasse. Als leidenschaftliche Bloggerin habe ich unheimlich viel zu dem Thema Fotografie abonniert. Meist sind diese Blogs auch themenfremd, d.h., sie haben nicht unbedingt etwas mit Tieren zu tun.

Ganz toll finde ich die Seite „Clickin Moms“. Hauptsächlich geht es dort um die Kinderfotografie, da die Tipps und Artikel aber so universell einsetzbar sind, ist es eine wunderbare Inspirationsquelle.

Abonniert habe ich auch den Fotoblog von Markus Thoma, der sich der Porträtfotografie verschrieben hat. Menschen alleine zu fotografieren, kommt für mich zwar nur selten in Frage, allerdings mag ich seine Arbeiten sehr.

Selbstverständlich gehört auch kwerfeldein dazu - das Magazin für Fotografie in Deutschland. Hier werden die unterschiedlichsten Fotografen und ihre Arbeiten vorgestellt - falls einem also die Ideen ausgehen sollten - einfach mal ein bisschen stöbern gehen.

Trotz aller Vorbilder: Selber machen.

Vorbilder sind wichtig und gut, den eigenen Weg muss man letztendlich aber immer selber finden. Von mir kann ich sagen, dass ich definitiv noch auf der Suche bin. Ich bin längst nicht da angekommen, wo ich gerne hinmöchte, aber ich arbeite gerne daran.

Ich liebe es, die Kamera in der Hand zu halten und Zeit mit euren Vierbeinern zu verbringen. Ich verbringe unzählige Stunden mit der Weiterbildung, mit dem Üben, mit der Bearbeitung.

Erzählt doch mal: Welches sind eure (fotografischen) Vorbilder und warum? Schreibt mir gerne eine Mail an post@wuschelpfoten.de oder kommentiert bei Facebook.

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